Freitag, 8. Januar 2016

Napoleontorte

 Ein wahrer Genuss

Die Napoleon-Torte gehört zu den beliebtesten Süßspeisen der russischen Küche.
Die Torte wird aus Teigschichten mit viel Creme gemacht.
Wie bei einigen anderen russischen Gerichten ist bei der Napoleon-Torte der Einfluss der französischen Küche deutlich spürbar.
Es gibt einige Legenden über die Entstehung der Napoleon-Torte. 
Hier die Plausibelste:

1912 feierte Russland ein 100-jähriges Jubiläum des Sieges im Krieg gegen Napoleon Bonaparte. 
Für die großen Feierlichkeiten kreierten russische Köche und Konditormeister einige neue Gerichte. 
Darunter auch ein dreieckiges Törtchen in Form des berühmten Napoleon-Huts.
Die leckere Cremeschnitte war erfolgreicher als ihr Namensgeber und eroberte russische Gaumen.
Im Laufe der Zeit wurde aus einem kleinen Dreieck ein großes Rechteck, das heute als Napoleon-Torte bekannt ist.

Die Zubereitung der Napoleon-Torte erfordert viel Fingerspitzengefühl und Zeit und hat mich ganz ehrlich viiieeell Nerven gekostetet.
Da der Teig in mehreren Schritten gemacht wird und insgesamt 2 Stunden ruhen muss, sollte man für die Zubereitung genug Zeit einplanen, des weiteren ist er sehr brüchig und man schichtet ihn am besten ganz ganz vorsichtig und lässt ihn wirklich ganz gut auskühlen.

Fast jede russische Familie hat ein eigenes Super-Rezept, und es entstehen immer neue Variationen.
Hier ein Rezept einer russischen Bekanntschaft von Instagram die mich mit ihrem Rezept in Versuchung geführt hat.

Mit diesem Rezept wird der Teig recht fest und muss daher 2-3 Tage gut durchziehen.
Wer es eilig hat oder lieber flaumig mag, soll den hier beschriebenen Teig durch Biskuit ersetzen.

Außen wurde die Torte mit der selben Creme bestrichen  und dick mit zerkrümmelten Tortenboden-Bröseln sowie Kokos bestreut.
Natürlich habe ich dem Rezept ein bisschen meinen eigenen Stempel aufgedrückt.
;-)

Ich kann euch nur sagen das diese Torte jede Mühe und Zornattacke wert ist!
Ein Hochgenuss!! 


Zutaten:

Teig:

  • 300 g Butter
  • 360 g Mehl, glatt
  • 1EL Wasser
  • 1 Eier
  • 1 TL Essig
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Creme:

  • 400 ml Kondensmilch
  • 250 ml Schlagobers (Sahne)
  • 100 g Butter
  • 360 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2 EL Stärke

Außerdem:

  • ein Tüte Kokosraspeln
  • etwas geschmolzene Schokolade zum verzieren

Zubereitung:

Für den Teig die Butter mit dem Zucker verrühren. Anschließend Eier, Wasser, Essig und Salz hinzugeben und gut verrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver gut vermischen und in die Buttermischung geben. 
Mit der Hand zu einem Teig kneten.
Aus dem Teig ca. 10 gleich große Teigkugeln formen und 2 Stunde kühlstellen.

Für die Fülle Ei und Zucker schaumig schlagen, dann das Schlagobers und die Stärke einrühren.

Die Kondensmilch unter ständigem Rühren vorsichtig aufkochen lassen. 
Die Ei-Masse einrühren und unter Rühren nochmals für aufkochen lassen bis alles dick und cremig wird. Anschließend beiseite schieben und auskühlen lassen.

Sobald die Masse etwas kälter ist, die Butter einrühren.

Die Teigkugeln mit einem Nudelwalker (Nudelholz) auf einer Silikonbackmatte kreisrund und dünn ausrollen ich habe sie noch mit meinem Tortenring auf gleiche Größe ausgestochen. Ein paar Minuten backen.

Sobald der Teig leicht bräunlich wird (180 Grad C, pro Schicht 3-4 Minuten, Nicht zu dunkel werden lassen!), rausnehmen,  sehr gut auskühlen lassen bevor ihr ihn von der Matte löst und beiseite legt. Dann die nächste Schicht ausrollen.

Prozedur wiederholen bis alle Teigschichten gebacken sind. Sehr gut auskühlen lassen.
Anschließend die Teigfladen vorsichtig mit Hilfe eines Tortenhebers in einem Tortenring mit einer Schicht Creme und Kokosraspeln auftürmen. 

Zum Schluss noch reichlich Creme über die ganze Torte verteilen und mit Kokosraspeln, Schokolade und einer zerbröselten Teigschicht verzieren.
Die Torte 2-3 Tage kühl lagern damit sie gut durchzieht.




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